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Projekte2020-06-28T22:30:19+00:00

Eyda Çarşema Serê Nîsanê: Bedeutung und Entwicklung des jesidischen Neujahresfestes

Die Jesiden feiern dieses Jahr (2024) das Fest „Eyda Çarşema Serê Nîsanê“ am 17. April. Es ist das jesidische Neujahresfest und steht im Zeichen der Schöpfung der Welt. Es ist neben dem Êzîd-Fest im Dezember die wichtigste Festlichkeit im jesidischen Kalendarium. von Sarkis Agojan Çarşema Serê Nîsanê Die Jesiden sind eine multi-linguale, nicht-homogene, ethnisch-religiöse Gemeinschaft, mit einer einzigartigen monotheistischen Vorstellung von Kosmogonie. Sie haben unter dem subsumierten Begriff 'Jesiden' eine uralte Kultur und Mythologie bewahrt und eigenständig entwickelt. Unter der Bezeichnung Jesiden kann eine Fortführung und Fortentwicklung antiker Traditionen und Glaubensriten verstanden werden, die in Religion und Kultur eine [...]

15. Apr. 2024|

Gespräch mit Grünen-Chefin Ricarda Lang über die aktuelle Situation der Jesiden in Deutschland

Am 21. März 2024 fand im Deutschen Bundestag ein bedeutendes Treffen statt, bei dem die Stelle für Jesidische Angelegenheiten durch Duleem Ameen Haji und Gohdar Alkaidy vertreten wurde. Empfangen wurden sie von Grünen-Chefin Ricarda Lang, um über die drängenden Anliegen der Jesidinnen und Jesiden in der Bundesrepublik zu sprechen. „Der sehr konstruktive Austausch mit Frau Lang war notwendig und wichtig. Besonders die vermehrten Abschiebungen von Jesidinnen und Jesiden müssen unbedingt aufhören", betonte Duleem Ameen. „Deshalb ist ein Austausch mit der Politik auf höchster Ebene von besonderer Bedeutung.“ Ricarda Lang ihrerseits unterstrich den vehementen Einsatz der Grünen für die Rechte und [...]

22. Mrz. 2024|

Hakeem Taha – Eine Kämpferin im weißen Kittel

In unserer Reihe „Jung, Jesidisch, Erfolgreich“ stellt die Stelle für Jesidische Angelegenheiten junge JesidInnen vor, die in Deutschland und Europa nicht nur eine neue Heimat gefunden haben, sondern mit besonders gutem Beispiel in unserer Gesellschaft vorangehen und uns zeigen, wie Integration und das Erfüllen individueller Träume Hand in Hand gehen. Die junge Jesidin Hakeema Taha lächelt gerne, steckt ihre Umgebung förmlich mit guter Laune an. Was sie aber erlebt hat, wünscht man auch seinem ärgsten Feind nicht. „Am 15. August 2014 haben Daesh-Terroristen meine sieben Brüder, meine Mutter und vier meiner Neffen ermordet. Einfach so, weil sie nicht zum Islam [...]

17. Mrz. 2024|

Gedenkstätte zur Erinnerung an den Völkermord: zweites Treffen nach Streit aufgelöst!

Am 16.03.2024 fand in Rhede (Münsterland, NRW) die zweite Sitzung zum Bau einer Gedenkstätte zur Erinnerung der Opfer des Völkermordes an den Jesiden im Irak im Jahr 2014 statt. Von der Stelle für Jesidische Angelegenheiten war Herr Salem Ilyas als Beobachter vor Ort. Sein vernichtendes Fazit: „Dank Inkompetenz, Streits und des daraus resultierenden fluchtartigen Verlassens des Vorsitzenden des selbsternannten „Zentralrat der Êzîden in Deutschland e.V.“, Dr. Irfan Ortac, ist die Versammlung abrupt und ohne Ergebnis aufgelöst worden.“ Was ist geschehen? Bereits am 11. Februar 2024 fand in Bielefeld eine Versammlung zur Umsetzung des Projekts zum Bau dieser Gedenkstätte statt. Auch [...]

17. Mrz. 2024|

Zusammenkunft jesidischer Vereine zur gemeinsamen Umsetzung einer Gedenkstätte für die Opfer des Völkermordes

Am Sonntag, den 11.02.2024 folgte eine Delegation der Stelle für Jesidische Angelegenheiten bestehend aus Sarkis Agojan, Sedat Özgen und Gohdar Alkaidy der offenen Einladung des Organisationsteams zur Planung der Umsetzung des Bundestagsbeschlusses zum Bau einer Gedenkstätte für die Opfer des Völkermordes an den Jesiden im Jahr 2014 nach Bielefeld (NRW). Dass dieses Planungstreffen überhaupt offen für alle Vereine und Organisationen abgehalten wurde, ist dem unermüdlichen Einsatz mehrerer jesidischer Akteure zu verdanken: Sie legten bei der Politik Beschwerde ein gegen den Versuch des Vereins „Zentralrat der Êziden in Deutschland e.V.“ die Umsetzung dieses für die jesidischen Gemeinschaften so wichtigen Vorhabens im [...]

16. Feb. 2024|

Presseerklärung der Stelle für Jesidische Angelegenheiten e.V. zum neunten Jahrestag des Völkermords an den Jesiden im Irak

In tiefer Verbundenheit und Trauer gedenken wir heute dem Völkermord am Volk der Jesiden, der am 03. August 2014 durch die Terrororganisation IS seinen Lauf nahm und sich heute zum neunten Mal jährt. Dieser barbarische Akt des Hasses und der Gewalt hat unermessliches Leid über die jesidische Gemeinschaft gebracht, das bis heute nachhallt. Es ist von großer Bedeutung, dass wir die Ereignisse dieses traurigen Kapitels der Geschichte niemals vergessen. Dieser Völkermord an den Jesiden wurde bereits von vielen Ländern anerkannt – auch durch die Bundesrepublik Deutschland: Am 19.01.2023 trugen unsere Mühen Früchte und die von der Stelle für Jesidische Angelegenheiten [...]

03. Aug. 2023|
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