Liebe Jesiden, liebe Mitglieder, liebe Freunde,

mit unserem Einsatz und Eurer Unterstützung haben wir etwas Großartiges geleistet: die Anerkennung der Verbrechen der Terroristen des Islamischen Staates am Volk der Jesiden durch den Deutschen Bundestag als Völkermord.

Nur durch unseren unermüdlichen Einsatz resultierte daraus ein Beschluss des Bundestages zur Förderung jesidischen Lebens innerhalb und außerhalb der Bundesrepublik. Dieser Beschluss sieht auch den Bau einer Gedenkstätte für die Opfer des Völkermordes vor. Diese soll in Deutschland entstehen.

Leider aber spaltet dieses Vorhaben die jesidischen Gemeinschaften in Deutschland mehr als es vereint – nicht zuletzt aufgrund Besorgnis erregender Intransparenz beim offiziellen Vergabeprozess, chaotischer und unzumutbarer Zustände bei den Planungstreffen und den massiven und irritierenden Einwirkungsversuchen von Seiten externer Akteure – insbesondere einiger SPD-Bundestagsabgeordneter.

Als Stelle für Jesidische Angelegenheiten bedauern wir diese Entwicklung zutiefst, da hier eine für die jesidischen Gemeinschaften einmalige Chance vertan wird. Wir verurteilen dieses schändliche und unwürdige Vorgehen der Verantwortlichen scharf und sehen uns darüber hinaus nun dazu gezwungen, uns öffentlich von dem gesamten Planungsprozess zu distanzieren.

Hochachtungsvoll

SJA e.V.